Geschichte des Hauses

Die E. Zunft zu Safran wurde erstmals im 14. Jh. urkundlich erwähnt. Ursprünglich waren vor allem Gewürzhändler und Krämer in der Zunft. Schon bald gesellten sich viele neu aufkommenden Handwerke und Industriezweige dazu. Die Mitgliedschaft in einer Zunft war Voraussetzung um in der Stadt selbstständig seinen Beruf ausüben zu können. Strenge Berufsvorschriften schützten die Existenz der Zunftangehörigen. 
 
Im Mittelalter waren die Zünfte sehr einflussreich. Aus dem Kreis der Zunftmeister wurde die Stadtregierung (Executive) gewählt und die Vorstandsmitglieder waren gleichzeitig im Grossen Rat (Legislative) vertreten. Dies änderte sich grundlegend mit der Einführung der neuen Schweizer Verfassung Mitte des 19. Jh. 
 
Heute besteht die Aufgabe der Zünfte vor allem im Erhalt der verbliebenen Zunfthäuser und der Pflege lokaler Traditionen. Die E. Zunft zu Safran gehört zu den vier Herrenzünften (Handelsherren), die ihr jährliches Zunftessen am Aschermittwoch feiern und sich bei dieser Gelegenheit gegenseitig besuchen.